Ausbildung so vielschichtig wie die Einsätze

Angenommene Lage: Verkehrsunfall auf einer Staatsstraße, ein Pkw über- schlagen, der zweite liegt auf der Beifahrerseite, mehrere Personen in den beiden Fahrzeugen eingeschlossen und eingeklemmt.

Helfen will gelernt sein

Wenn die Sirene ertönt oder der Alarmwecker piept, dann weiß ein Feuer- wehrmann/frau noch nicht, was ihn erwartet. Muss er diesmal als Atem- schutzgeräteträger ins Feuer gehen oder als Waldarbeiter mit Motorsäge die S-Bahngleise freischneiden oder als Chemiker bei einem Gefahrgutunfall richtig reagieren oder als Imker schwärmende Bienen bändigen? All das lernen die Freiwilligen neben ihrem eigentlichen Beruf. Feuerwehranwärter durchlaufen eine umfassende Grundausbildung:

Truppmann/Truppführer - die Grundausbildung als Basis

35 Abende und 8 Samstage theoretische Ausbildung im Kreisausbildungs- zentrum in Haar. Dazu viele Abende und Samstage praktischer Übung reihum in Aying und bei den Nachbarfeuerwehren. Außerdem Gruppen-
übungen der Ayinger Feuerwehranwärter zweimal im Monat.

Atemschutzgeräteträger– in Aying quasi ein Muss für alle

Kurs mit Theorie und Praxis in Haar, insgesamt 10 Abende und ein Sams- tag. In der Atemschutzgruppe der Ayinger Feuerwehr jährlich mindestens eine Belastungsübung, eine Einsatzübung sowie eine theoretische Unter- weisung. Dazu kommt die Heißausbildung mit Wärmegewöhnungsanlage, Rauchgasdurchzündung und gasbefeuertem Brandcontainer.

 

Bürger staunen immer wieder

Unsere Löschgruppen treffen sich
jeden Monat zur regulären Übung und zwischendurch zu zusätzlichen Sonder- übungen. Weiterführende Ausbildungen gibt es als mehrtägige Abendkurse in
der Kreisausbildungsstätte Haar. Besonders anspruchsvolle Inhalte werden als ein bis zweiwöchige Voll- zeitlehrgänge an den Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg oder Würz- burg vermittelt.

Spezialausbildung der Atemschutzge- räteträger in einer "Rauchdurchzünd- ungsanlage"

In der Rauchdurchzündungsanlage können die Teilnehmer in mehreren Durchgängen viele wertvolle Erfahrungen machen: Das "Lesen" von Rauchschich- ten, Rauchschichtdurchzündungen mit und ohne Druckanstieg, Temperatur- check mittels Sprühstrahl bei verschie- denen Temperaturen, Türöffnungspro- zedur mit vorbereitenden Sprühstrahl- impulsen, Abwehren von Rauchdurch- zündungen mit Sprühstrahlimpulsen, Gefährdung durch Wasserdampf, gefähr- liche Effekte falscher Löschtaktiken.